Weniger heiss – bike2help.ch ist stark unterwegs

Rahmenaufkleber als Beweis: Die bike2help.ch-Fahrer haben die 100. Etappe in der Geschichte des Rennens absolviert. Rahmenaufkleber als Beweis: Die bike2help.ch-Fahrer haben die 100. Etappe in der Geschichte des Rennens absolviert. Etwas gezeichnet, aber glücklich: Dirk Pauling (links) und Thomas Oberli. Etwas gezeichnet, aber glücklich: Dirk Pauling (links) und Thomas Oberli. Die Gangschaltung: Hatte Oberli 2009 vorne noch drei Zahnkränze aufgelegt, ist es jetzt nur noch einer. Die Gangschaltung: Hatte Oberli 2009 vorne noch drei Zahnkränze aufgelegt, ist es jetzt nur noch einer.

36 - 23 - 21. Die Zahlenreihe zeigt: Es geht aufwärts mit dem Team bike2help.ch. Es handelt sich nämlich um die Etappen-Platzierungen nach Prolog und den ersten beiden vollen Renntagen. "Es ist super gelaufen", freute sich Thomas Oberli im Ziel der zweiten Etappe, die zugleich die insgesamt 100. Etappe des epischen Rennens war. "Im Klassement geht es langsam vorwärts", so Oberli.  Das heisst: Er und Dirk Pauling liegen neu auf Rang 21 der Masters-Klasse und auf Platz 101 des Gesamtklassements – auch zwei Bienenstiche, die er sich unterwegs eihandelte, konnten Pauling nicht bremsen. Die Bienen sind in Südafrika etwas harmloser als in der Schweiz. Ein Landsmann wurde in der ersten Etappe gleich fünfmal gestochen, spürte davon am nächsten Tag aber nichts mehr.


Froh um die Federung

Gestartet wurde am Dienstag auf 250 Meter über Meer. Danach folgte ein Aufstieg auf 1000 Meter, und auf dieser Höhe wurde – natürlich mit einigen weiteren Auf- und Abstiegen – der grosse Teil der Etappe gefahren, bevor es wieder auf 250 Meter runterging. "Den gleichen Weg, wie wir ihn am Anfang hochgefahren waren", erklärt Oberli. "Er war ziemlich ruppig zu fahren, mit vielen Steinen." Sie hätten jedenfalls etwas mitleidig an ihre Konkurrenten auf ungefederten Bikes gedacht. "Es hat sehr stark geschlagen."

Technischer Fortschritt an der Gangschaltung

Apropos Velos und Technologie: Als Oberli 2009 zum ersten Mal am Cape Epic dabei war, absolvierte er das Rennen noch auf einem Bike, das vorne dreifach übersetzt war. Vor zwei Jahren hatte er noch zwei Kränze aufgezogen, jetzt ist es nur noch einer. Der Vorteil: Die Schaltung ist weniger anfällig – ebenso wie die Kette.

Beides wurde in der zweiten Etappe gehörig strapaziert: Vor allem im mittleren Teil der Etappe waren Oberli und Pauling zügig unterwegs. Oder wie Oberli es sagt: "Wir sind sehr stark gefahren. Gegen den Schluss der Etappe haben wir dann aber wieder etwas Tempo herausgenommen." Kein Wunder: die nächste harte Etappe wartet bereits morgen. Mit 104 Kilometern Länge und 2150 Höhenmetern garniert. Von der Distanz her ist es das zweitlängste Teilstück des diesjährigen Cape Epic; das Ziel ist in Wellington.

Gut während der zweiten Etappe war für die beiden bike2help.ch-Fahrer die Temperatur. Sie war etwas tiefer als am Vortag. Vielleicht half das Oberlis Magen. Jedenfalls hatte er im Gegensatz zum Vortag keine Probleme mehr mit der Nahrungsaufnahme. Übrigsn: Als Zückerchen gab es am Ziel für alle Finisher einen Sticker – als Beweis, dass sie bei der 100. Etappe des Cape Epic dabei waren.