Oberli und Pauling sind bereit – und fit!

Oberli und... Oberli und... ...Pauling auf dem Chapman's Peak ...Pauling auf dem Chapman's Peak

 

Das Wichtigste vorweg: Thomas Oberli und Dirk Pauling sind gut in Südafrika angekommen und fühlen sich fit für das Rennen. „Das ist jetzt das Wichtigste“, sagte Oberli einen Tag vor dem Startschuss. Bis es soweit ist, werden er und Pauling noch ein paar Kilometer abstrampeln: „Wir fahren in Richtung Chapman's Peak“, verriet Oberli. „Das ist eine der eindrücklichsten und schönsten Strassen der Welt; wenn man in den Sonnenuntergang fährt, ist das einmalig.“ Die Nacht danach wird wohl nicht allzu lang: Um 5:15 Uhr in der Früh werden die beiden Athleten ihr vorübergehendes Quartier in Noordhouck, eine halbe Autostunde südlich Kapstadts, in Richtung Start verlassen.

Morgen Sonntag um punkt 7:23 Uhr und 20 Sekunden gilt es dann ernst: Der Prolog startet für das Team bike2help.ch. Die Teams werden in 20-Sekunden-Intervallen auf die ersten 21 Kilometer und 650 Höhenmeter geschickt. Oberli zeigt auf einen zigarettenschachtelgrossen Gegenstand. „Das ist ein Transponder“, erklärt er. „Und das Ziel ist, dass wir in der kommenden Woche keinen Gebrauch davon machen müssen.“ Jedes Team führt diesen Transponder mit, der einen roten Knopf enthält. Drückt ein Fahrer drei Sekunden lang auf diesen, wird er abgeholt – es ist sein Notfallsignal.

Zur Renntaktik sagt Oberli: „Wir werden nicht ein, zwei, drei losfahren, als gäbe es kein Morgen.“ Diesen Fehler würden viele Teams machen – und das dann später bereuen. Also werden er und Pauling sich in den ersten drei Tagen eher ein wenig zurückhalten und dann in der zweiten Rennhälfte alles geben, was noch im Tank ist. Die ersten hundert Teams werden jeweils in der Gruppe A starten, die restlichen 150 in der Gruppe B. „Entweder wir sind am Ende der Gruppe A oder am Anfang der Gruppe B“, schätzt Oberli.

Eine logistische Herausforderung

Bevor das Rennen in Angriff genommen wird, gab es für bike2help.ch übrigens noch eine andere Herausforderung. Sie war logistischer Art: „Wir hatten auf dem Flug beide Übergepäck“, sagt Oberli. Allein die Nahrungsmittel frassen die 23 zur Verfügung stehenden Gepäck-Kilos weg. Und dann war da ja auch noch ein bisschen Ausrüstung.

Für das Rennen haben die Fahrer eine grosse Tasche, für die es keine Gewichtsbegrenzung gibt. Das Problem ist hier eher das Volumen. Zumindest vor der ersten Etappe, denn im Laufe des Rennens wird es laufend abnehmen. „Alle 20 bis 30 Minuten essen wir einen Powerbar oder trinken ein Gel“, blickt Oberli auf den Speiseplan der kommenden Woche voraus. Für den Körper eine nicht zu unterschätzende Belastung. Im Training wurde das zwar auch geübt, doch unter der höheren Rennbelastung muss eben auch die Verdauung andere Leistungen erbringen.

So oder so: Oberli und Pauling freuen sich, dass es nun endlich losgeht und dass sie gesund sind. Oberli, der zuletzt an einer starken Erkältung laborierte, führt sich jetzt gerüstet. Das Team bike2help.ch wird mit Startnummer 142 unterwegs sein; diese haben sie gestern in Kapstadt erhalten. Auch haben sie bereits die Leute von Qhubeka getroffen. Das ist eine der Hilfsorganisationen, für welche die beiden Schweizer sammeln und Pedalen – das Treffen war, falls es diese überhaupt noch brauchte, eine weitere Motivationsspritze!